
Zeige
Deine Sammlung
Jüdische Spuren in Münchner Museen
Show Your Collection
Jewish Traces in Munich Museums
2008
Im Auftrag des Kulturreferats der Landeshauptstadt München
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Auszug aus der Publikation: "Zeige Deine Sammlung - Jüdische
Spuren in Münchner Museen"
>>> project introduction
(excerpt from the publication) please see below
Tiefenschichten
Stih & Schnock bei der Arbeit
Sebastian Preuss
Hermann Levi war nicht nur
Richard Wagners wichtigster Dirigent und musikalischer Missionar, von diesem
hoch geschätzt, zugleich wegen seines Judentums immer wieder gedemütigt.
Er war auch ein großer Liebhaber und Kenner der bildenden Kunst seiner
Zeit. Er pflegte engen Kontakt zu Franz von Lenbach, die Briefe des Malerfürsten
an den Dirigenten zeugen von tiefer Freundschaft. Auch dem Kunsttheoretiker
Konrad Fiedler war Levi eng verbunden. Und er besaß, was bislang kaum
bekannt ist, eine Sammlung zeitgenössischer Kunst, darunter Werke von Thoma,
Böcklin, Marées und Feuerbach. Als Fiedler 1895 vom Balkon fiel
und starb, heiratete Levi bald darauf dessen Witwe Mary, Tochter des jüdischen
Kunsthistorikers Julius Meyer. Fiedler hatte vor seinem Tod schon bedeutende
Teile der Münchner Pinakothek übereignet. Aber was geschah mit den
Werken, über die Hermann Levi und Mary nun verfügten? Gibt es Spuren
von ihnen in den öffentlichen Galerien?
Für Renata Stih und Frieder Schnock sind Museen Erinnerungsorte, Träger
verborgener Sinnebenen, die es freizulegen gilt. Das Unsichtbare hinter den
Kunstwerken sichtbar machen, verborgene Beziehungen zwischen Sammlern, Museen
und Artefakten aufspüren - darum geht es in ihrer Version der Institutionenkritik,
etwa im Ehrenhof der Stuttgarter Staatsgalerie, wo sie 1998 das Environment
"Was brauchen wir Kunst, wir brauchen Kartoffeln" installierten. Die
multimediale Arbeit spielt auf ein peinliches Kapitel der schwäbischen
Museumsgeschichte an und macht für die Besucher die Kollektion selbst zum
Thema. Zu Stih & Schnocks Methode gehören faktenreiche Materialsammlungen,
doch bleiben sie stets auf der Seite der Kunst und setzen der akademischen Theorie
wie dem Vollständigkeitsdrang der Wissenschaft die Freiheit der subjektiven
Auswahl und bildnerischen Umsetzung entgegen. Es ist Konzeptkunst, die tief
in die Kultursedimente vordringt und dabei vor allem die menschliche Dimension
aller Kunst und jeder Geschichte aufscheinen lässt.
Levi - Lenbach - Fiedler - Feuerbach: Das ist ein charakteristisches Beziehungsnetz
zwischen Juden, Nichtjuden und ihrer Stadt, wie es Renata Stih und Frieder Schnock
in ihrem Projekt "Zeige Deine Sammlung" entwirren. Es ist ein Stück
Münchner Kunst- und Kulturgeschichte, das bislang nicht geschrieben wurde.
Ein typischer Fall für Stih & Schnock, diesen notorischen Fahnder nach
menschlichen Schicksalen, diesen beharrlichen Rechercheuren und Sichtbarmachern
von vergessenen historischen Tiefenschichten. Ausgangspunkt für "Zeige
Deine Sammlung" war ihre Intervention zum neuen, 2007 am Jakobsplatz eröffneten
Jüdischen Museum. In rein ästhetischer Weise an den Holocaust und
das ausgelöschte Judentum zu erinnern, ist ihre Sache nicht. Stih &
Schnock rufen zur Teilhabe auf, wollen die Menschen zu eigener Spurensuche anregen.
Dazu gehört Forschung sowie deren Umsetzung in prägnante Bilder. Wo
materialisiertes Gedenken gefragt ist, da können mit solchen Methoden kaum
Wettbewerbe gewonnen werden. Aber dann finanzierte die Bundeskulturstiftung
ihren Stadtplan, der zur Eröffnung des Hauses erschien. Er heißt
"Die Stadt als Text. Das Jüdische München". Wieder einmal
durchkämmten Stih & Schnock Archive und Bibliotheken, suchten Adressen
im heutigen Stadtbild auf und fanden eine Fülle von zuvor wenig bekannten
Details aus diesem großenteils untergegangenen Teil der Stadtidentität.
Wo wirkte der Kabbala-Forscher Gershom Scholem, wo lebte Lion Feuchtwanger?
Wo prägten die Brüder Wallach maßgeblich die bayerische Trachtenmode?
Wo fand das religiöse Leben der Münchner Juden statt und wo begannen
die Deportationen? Aber auch: Wo kann man heute koscher essen, wo gibt es jüdische
Feinkost oder Bücher zu kaufen? All dies ist auf dem Stadtplan in Orange
und Schwarz sowie in den umseitigen Texten mit vielen Details zu erfahren. Als
Bernhard Purin, Direktor des Jüdischen Museums, das Künstlerduo bat,
den Plan in der Dauerausstellung zu verankern, ließen sie ihn kurzerhand
auf einen Teppich im gleichen Signalorange drucken. Die interaktive Doku-Installation
ist seither ständig von Besuchern umlagert. Die erste Auflage der Faltpläne
war rasch vergriffen, eine zweite wurde gedruckt.
Eine ähnlich eindringliche Form entwickelten Stih & Schnock schon 1993
für ihre "Orte des Erinnerns", mit denen sie international bekannt
wurden. Überall im Bayerischen Viertel in Berlin-Schöneberg, dort
wo einst viele der gutbürgerlichen Juden Berlins lebten, hängen seither
Bildpiktogramme wie Straßenschilder, die auf den ersten Blick harmlos
wirken. Doch auf ihren Rückseiten sind in einfachen Sätzen die Bestimmungen
zu lesen, die den Juden nach und nach alle Rechte raubten. Beim Durchwandern
der Straßen ruft sich auf diese Weise Stück für Stück die
Geschichte in Erinnerung. Furore machten die beiden Mitte der Neunziger auch
mit ihrem Entwurf für das Berliner Holocaust-Mahnmal. Sie verwarfen die
ästhetische Überhöhung des Gedenkens und schlugen eine Haltestelle
auf dem Riesenplatz am Tiergarten vor. Von hier aus sollten Busse zu den Berliner
Stätten des Verbrechens, aber auch zu den Konzentrationslagern bis weit
nach Osteuropa fahren. Der "Fahrplan", den Stih & Schnock erstellte,
ist zugleich ein Überblick über die Orte der Vernichtung und ihren
Zustand heute - genaue Recherche gehört eben zu ihrer Methode.
Auch in München ließ das Künstlerduo nicht locker. Bei der Arbeit
am Plan der jüdischen Stadt erkannten sie, dass besonders in den Museen,
Bibliotheken und Archiven noch viele unerzählte Schicksale an den Artefakten
und Dokumenten hafteten. "Zeige Deine Sammlung" nennen sie ihre abermalige
Tiefenschürfung. Der Titel ist eine Hommage an die soziale Plastik von
Joseph Beuys und dessen demokratische Partizipationskunst, aber auch eine Reflexion
darüber, was Kunst leisten kann. Denn in seiner berühmten Installation
"zeige deine Wunde", die beim Ankauf durch das Lenbachhaus 1980 einen
Kunstskandal in München auslöste, bezieht sich Beuys auf die Vergänglichkeit
des Menschen, es geht um die Krankheit der Gesellschaft, um Traumata aus der
Geschichte. "Eine Wunde, die man zeigt, kann geheilt werden", sagte
er. Aber kann die deutsche Schuld, die so unbeschreiblich barbarische Verletzung
der Menschlichkeit durch den NS-Terror jemals heilen? Auf Erlösung, Sühne
oder gar Entschuldung sind Stih & Schnock nicht aus. Vielmehr zeigen sie
mit ihrer Materialcollage, die sie in diesem Buch unterbreiten, mit Fotos, Zeichnungen
und Text unterschiedlichster Herkunft auf Leerstellen in unserer Erinnerung,
"öffnen" die ausgewählten Objekte wie eine Pforte zu einer
untergegangenen Welt, über deren Vernetzung wir noch viel zu wenig wissen.
Das Buch ist selbst eine Sammlung von Kunst und Kunst-Geschichten, in das sich
der Leser wie in ein virtuelles Museum vertiefen kann. Das Projekt ist Aufklärungsarbeit,
dabei aber nicht Lehrmeisterei, sondern Aufforderung, sich mit geschichtlichem
Wissen nie zufrieden zu geben. Die Bildmontagen führen unseren Blick von
den Fassaden der Museen zu deren Innenräume und den einzelnen Exponaten,
von dort in die Verästelungen jüdischer Schicksale, die mit den Kunstwerken
verknüpft sind. In ihrer Performance treten Stih & Schnock dann wieder
in den öffentlichen Raum: Eine Gruppe von Führern leitet die Besucher
vom Jüdischen Museum aus durch die Stadt und hilft ihnen, die verborgenen
jüdischen Sinnschichten in den öffentlichen Sammlungen nachzuspüren.
Im Fall von Hermann Levi ist die Spurensuche in der Neuen Pinakothek noch nicht
beendet. In der Bayerischen Staatsbibliothek stießen Stih & Schnock
in seinen Briefwechseln auf Verkäufe, die er in den späten 1890er
Jahren aus seiner und Mary Fiedlers Sammlung tätigte. So bot er Anselm
Feuerbachs "Iphigenie" vergeblich in München an. Man verschmähte
die Kennerschaft des jüdischen Dirigenten; das berühmte Bild kam ins
Hessische Landesmuseum in Darmstadt, wo es bis heute zu den Hauptattraktionen
zählt. Bis auf eine "Römische Landschaft" von Marées
ist bislang kein Gemälde der Neuen Pinakothek mit Hermann Levi in Verbindung
gebracht. Doch könnten sich bei noch intensiverer Recherche womöglich
einige Werke aus der Fiedler-Spende auch als Levi-Schenkungen herausstellen.
Stih & Schnock wollen weder die Expertenarbeit von Provenienzforschern übernehmen
noch eine Dektektivarbeit in der Debatte über die Restitution von jüdischem
Kunstbesitz leisten. Sie regen an, die Münchner Sammlungen unter neuem
Licht zu durchwandern. So wie die ganze Stadt mehr von jüdischer Kultur
und jüdischen Menschen geprägt ist, als man es der bajuwarischen Metropole
stets zutraute, so tragen auch die Kunstwerke in den Museen, die Bücher
in den Bibliotheken und die Dokumente in den Archiven ihre jüdische Spuren.
Man muss nur hinschauen.


<> please click here for catalogue content
( ISBN 978-3-941185-00-5 )
Archaeologies
of Meaning
Stih & Schnock at work
Sebastian Preuss
Hermann Levi was not only
Richard Wagner's most important conductor and musical missionary; although a
source of great admiration for Wagner, as a Jew, Levi was also the subject of
constant humiliation. One of the great enthusiasts and connoisseurs of the visual
arts of his time, Levi maintained close contact with several artistic figures.
Levi was a dear friend of leading painter Franz von Lenbach, as their letters
reveal, and a close aquaintance of the art theorist Konrad Fiedler. When Fiedler
fell from a balcony to his death in 1895, Levi married his widow, Mary, the
daughter of Jewish art historian Julius Meyer. Fiedler had a private art collection
that included works by Thoma, Böcklin, Marées and Feuerbach, a little-known
fact that has come to light only recently. Before his death, Fiedler transferred
a significant part of his collection to the Neue Pinakothek Museum in Munich.
But what happened to the works which remained in Hermann and Mary's possession?
Might their traces be found in the public galleries?
For Renata Stih and Frieder Schnock, museums act as spaces of remembrance, filled
with stratified and hidden meanings that need to be exposed. Making visible
the invisible histories behind works of art, tracing the hidden relationships
between collectors, museums, art and artifacts-these are the components that
comprise their version of institutional critique. Stih & Schnock's 1998
multimedia installation at the Staatsgalerie Stuttgart, "Was brauchen wir
Kunst, wir brauchen Kotoffeln" ("Who Needs Art, We Need Potatoes"),
displays this method of critique at work. By alluding to an embarrassing chapter
of Swabian museum history, their installation makes the museum collection itself
into the subject of the viewer's contemplation. Although Stih & Schnock's
methodology makes use of factual, historical information, the artists forgo
academic theory and scholarly determinacy by transforming their factual findings
into subjective, provocative art. Their conceptual and visual work penetrates
deeply into cultural sediment, allowing the lost human dimensions and histories
of artworks to come to light.
Levi - Lenbach - Fiedler - Feuerbach: This is a distinctive net of relationships
between Jews, non-Jews and their city that Renata Stih and Frieder Schnock unravel
in their project "Zeige Deine Sammlung" ("Show Your Collection").
The subject of this work is a part of Munich's artistic and cultural history
that has remained forgotten until now - waiting for those fervent investigators
of human fates and lots, those insistent inspectors of hidden layers of history,
Stih & Schnock, to uncover it. The starting point for "Zeige Deine
Sammlung" was an intervention at the new Jewish Museum that opened in Jakobsplatz
in 2007. With this work, Stih & Schnock sought not to aestheticize the Holocaust
and annihilation of the Jews, but rather, to call for participation in their
remembrance, and to stimulate viewers to search for the traces on their own.
This sort of research and its visual realization is certainly not the stuff
of typical memorials and commemorative art, however, the Bundeskulturstiftung
(German Federal Cultural Foundation) chose to finance Stih & Schnock's city
map, displaying it at the new Jewish Museum's inauguration. For this project,
entitled "Die Stadt als Text. Das Jüdische München" ("The
City as Text. Jewish Munich"), Stih & Schnock combed through archives
and libraries to locate the addresses in today's cityscape that reveal the forgotten
details of its past, details which comprised a whole lost portion of the city's
identity.
Where did Kabbalah-researcher Gershom Scholem's do his work? Where did Lion
Feuchtwanger live? Where did the Wallach brothers standardize the traditional
Bavarian dress? Where did the religious life of Munich Jews take place and where
did the deportations start? But also: Where can one eat kosher today? Where
is a Jewish deli? Are Jewish books for sale? All this can be found on the map
in orange and black and in the further details of its overleaf texts. When Bernhard
Purin, the director of the Jewish Museum, asked the artist duo to incorporate
the map into the permanent exhibition, they decided to have it printed onto
a carpet in the same bold orange. Since then, the interactive docu-installation
has been swarmed with visitors; the first edition folding maps ran quickly out
of stock, and a second edition was sent to print.
By 1993 Stih & Schnock had already arrived at their unique artistic form,
as evidenced in the debut of their "Orte des Erinnerns" ("Places
of Remembrance"), for which they achieved international recognition. At
first glance, this work seems to be a set of harmless pictographs, hung like
street signs throughout Berlin's Bavarian Quarter (Schöneberg), the former
neighborhood of middle-class Jews. Upon further inspection, short passages on
the back of the pictograms become visible: they are descriptions of the individual
regulations that robbed the Jews of their rights. This work beckons the remembrance
of history piece by piece, by inserting these forgotten edicts back into the
memory of wandering passersby.
The artist pair also caused a sensation in the mid-1990s with their design for
the Berlin Holocaust Memorial. Rejecting the aesthetic monumentality of a physical
memorial, Stih & Schnock suggested that a bus stop be placed at a central
location alongside Tiergarten park. From this bus stop, the artists intended
regular bus pick-ups that would bring passengers to sites of Nazi crimes in
Berlin and concentration camps far into Eastern Europe. With this route, Stih
& Schnock aimed to expose both the former sites of extermination and the
present conditions of these sites - precise research as a method is an integral
part of their work.
The artist duo continued their work in Munich as well. While creating their
map of the lost Jewish city, Stih & Schnock began to explore the shrouded
histories of art, artifacts and documents housed in Munich's museums, libraries
and archives. They called this practice of cultural archeology, "Zeige
Deine Sammlung" ("Show your Collection"), referring and paying
homage to Joseph Beuys' famous participatory work, "Zeige Deine Wunde"
("Show Your Wound"). "Zeige Deine Wunde" - whose purchase
in 1980 by the Lenbachhaus in Munich caused a scandal - deals with the transitoriness
of man, and the societal ills and traumas produced by history. "A wound
that one shows can be healed," Beuys wrote. But can the German guilt for
its barbarous Nazi past ever heal? Stih & Schnock are not interested in
redemption, atonement or even a "cure." Instead, they seek with their
collage of material culture - photographs, drawings and texts of the most diverse
origins - to attend to our gaps in memory and open the gates to a passage of
history about whose structures we still know all too little. This book itself
serves as a virtual museum, a curated collection of art and art histories that
challenge the viewer to seek deeper meanings beyond the surface of things. Rather
than pontificate, this project seeks to educate: the montages of images direct
our vision from the museum facades into museum interiors, from artworks themselves
into their hidden relationships with their past Jewish owners. As part of the
project, Stih & Schnock asked tour guides to escort visitors from the Jewish
Museum out through the city, a physical display of the relations between the
museum collections and the forgotten civic and personal histories of their works.
Thus, Stih & Schnock connect institutional space and public space once again,
and enable the hidden layers of Jewish history in public collections to come
to light.
For Hermann Levi, the search does not end at the Neue Pinakothek. In his letters
at the Bavarian state library archives, Stih & Schnock uncovered information
about works that Levi wanted to sell from his and Mary's collection, such as
Anselm Feuerbach's "Iphigenie". Levi's connoisseurship was not taken
seriously, and the painting vanished from Munich to the Hessische Landesmuseum
in Darmstadt (where it is still among the main attractions to this day). With
the exception of one work (the "Roman Countryside" by Marées)
no works at the Neue Pinakothek have been traced to Levi before now. Might further
research prove that some of the works of the Fiedler donation were actually
gifts from Levi? Stih & Schnock do not seek to take on the work of provenance
researchers, or weigh in on the debate about the restitution of Jewish art assets.
Rather, they seek to encourage viewers to approach Munich's collections with
a new understanding. Just as the entire city has proven to be shaped more by
Jewish culture and people than one would have ever imagined, so do the works
of its art museums, the books in its libraries, and the documents of its archives
bear the traces of Munich's former Jewish identities. As we learn from Stih
& Schnock, we must only look harder to see them.
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images & texts: Stih & Schnock, Berlin / VG BildKunst / ARS New York